Brauchtumssonntag
2019
Ostereier färben
2019
Lenzinger
Heimatbuch
2019
15. ordentliche
Generalversammlung
2019
Mitarbeiteressen
2019
Adventfenster
2018
Vereinsausflug
200 Jahre Stille Nacht
2018
Neuigkeiten & Aktuelles

Brauchtumssonntag 02.06.2019

Text Sonja Lehner, Fotos: Franz Peter Seiler

Unser

Brauchtumssonntag

war heuer die erste Veranstaltung mit Frühschoppen in der Rosenau.
Unsere Festwiese wurde geradezu gestürmt von den Gästen,
die sich auf gutes Essen, süße Köstlichkeiten
und freundschaftliche Gespräche gefreut haben.



Und das alles hervorragend musikalisch umrahmt vom Musikverein Rosenau.

Eine Abordnung der Goldhauben- und Kopftuchgruppe
Seewalchen am Atteersee, angeführt von der neu gewählten Obfrau
Maria Bramerdorfer, beehrte uns mit ihrem Besuch.

Viele Siebenbürger Trachtenträger, „alteingesessene Rosenauer“
aber auch zahlreiche Besucher aus den Nachbargemeinden
gaben sich bei uns ein Stelldichein.
Und nicht nur die Kellnerinnen kamen ordentlich ins Schwitzen,
um die Hungrigen und Durstigen zu versorgen.

Danke an alle Helfer und Helferinnen,
die ihre Arbeitskraft und ihre Freizeit unserem Verein
zur Verfügung stellen.
Ohne die vielen fleißigen Hände kann man kein Fest bewältigen!

Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ sagen wir unserem „Wirt in der Rosenau“, Manfred Heistinger.
Er unterstützt uns mit technischem Gerät, Know how und Sachspenden. Wie schon letztes Jahr hat Manfred Heistinger mit Robert und
Harald Kaltenbrunner das Grillfleisch besorgt und gewürzt - unsere Grillmeister konnten somit eine wahre Gaumenfreude auf den
Speiseteller zaubern.

Weiters wollen wir uns recht herzlich bei Familie Ottet für die großzügige und äußerst praktische Sachspende bedanken!

Und ein großes Kompliment geht an alle Kuchenspenderinnen, die unseren Brauchtumssonntag mit Liebe zubereiteten
Torten und Kuchen versüßen.

Danke euch allen!


Ostereier färben 12.04.2019

An einem Nachmittag vor Ostern sind wieder einige Kinder und Erwachsene der Einladung gefolgt und haben viele Eier gefärbt.
Wir haben die altbekannte Methode mit Zwiebelschalen verwendet, wie früher schon in Siebenbürgen. Sehr sorgfältig sind die Kinder mit den
rohen Eiern umgegangen, kein einziges ist gebrochen.

Die Spannung wuchs und war kaum auszuhalten, als es hieß: jetzt sind die Eier gekocht und können vom Strumpf befreit werden.
Diese Aufgabe haben die Eltern übernommen, damit sich die Kinder nicht die Finger verbrennen an den heißen Eiern. Es hat allen so viel Spaß
gemacht, dass es ohne weiters möglich war, nicht nur Eier für den Eigenbedarf zu verzieren, sondern auch für den Osterfrühgottesdienst
der Pfarrgemeinde.

So konnten sich viele Menschen an den kunstvoll gestalteten Ostereiern erfreuen. Es hat sich gelohnt!

Text und Fotos: Lieselotte Pitter


Lenzinger Heimatbuch würdigt auch die Geschichte der Siebenbürger Sachsen

Am 1. April feierte die Marktgemeinde Lenzing ihr 80jähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum wurde auch das Heimatbuch
„Marktgemeinde Lenzing im Kaleidoskop. Mensch, Industrie, Landschaft“
fertig gestellt und präsentiert: ein Buch in 2 Bänden, mit 480 und 375 Seiten, 7 kg Gewicht und mehr als 500 Bildern.
Sehr viele freiwillige Mitarbeiter haben zum Gelingen des Buches beigetragen.

Text: Lieselotte Pitter, Foto: Andreas Pitter

Bei der Präsentation haben Bürgermeister Ing. Rudolf Vogtenhuber und weitere Mitarbeiter Episoden über die Recherchen zur Entstehung
des Buches zum Besten gegeben und aus der facettenreichen Geschichte der Gemeinde erzählt. Aufgelockert wurde das Programm durch die
Werkskapelle Lenzing, die einige flotte Stücke spielte.

Eine Abordnung der Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau war beim Festakt vertreten, da auch „unsere Geschichte“ im Heimatbuch vertreten
ist. Pfarrer Roman Fraiss hat den Beitrag zusammengestellt, unter Mitarbeit von Lieselotte Pitter, Pfr. Volker Petri und Johann Graiger.

Im Kapitel „Kirchliches Leben“ (Band 2, Seite 134-145) ist die Geschichte der Evangelischen Pfarrgemeinde Lenzing-Kammer eng verknüpft
mit der Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Ein kurzer historischer Rückblick geht zurück bis zur Ansiedlung der Sachsen in Siebenbürgen
im 12. Jahrhundert und der Transmigration (Zwangsumsiedlung) von evangelischen Österreichern, den sogenannten Landlern, ebenfalls nach
Siebenbürgen, im 18. Jahrhundert. Es wird die Geschichte der Sachsen geschildert bis zur traurigen Flucht der Nordsiebenbürger im
Herbst 1944. Etwa 10.000 Siebenbürger Sachsen fanden in Österreich eine neue Heimat, viele im Raum Lenzing – Seewalchen – Kammer.
In Folge dessen kam es 1954 zur Gründung der evangelischen Pfarrgemeinde Lenzing-Kammer mit der Gnadenkirche in der neu entstandenen
Siedlung Rosenau. Anschließend wird auf das aktuelle Leben in Lenzing und der Pfarrgemeinde eingegangen.

Im Anschluss an die Buchpräsentation konnte man sich bei guten Gesprächen, Essen und Getränken stärken,
um die erworbenen schweren Bücher mit nach Hause zu nehmen.


15. ordentliche Generalversammlung 2019

Am 10. März fand die 15. ordentliche Generalversammlung der Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau mit Neuwahl des Vorstandes
im Evangelischen Pfarrsaal Rosenau statt.

Die zahlreich erschienenen Gäste freuten sich über einen äußerst interessanten Vortrag von Pfarrer Mag. Roman Fraiss über die
Situation der im zweiten Weltkrieg vertriebenen Flüchtlinge aus Siebenbürgen, die im Raum Lenzing-Seewalchen ansässig wurden
und die Entwicklung der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Lenzing-Kammer in den Nachkriegsjahren
.

Text: Sonja Lehner, Fotos: Andreas Pitter

Im September 1944 fand die größte Fluchtbewegung im südosteuropäischen Raum mit dem Vorrücken der russischen Roten Armee statt.
Hunderttausende Siebenbürger Sachsen mussten ihre Heimatdörfer verlassen und erreichten nach wochenlanger, abenteuerlicher Flucht
Österreich. Der größte Teil wanderte nach Deutschland aus. Weitere europäische Länder, USA, Kanada, Südamerika, Südafrika oder Australien
waren ebenso Ziele der Heimatvertriebenen. Etwa 10.000 Siebenbürger Sachsen fanden in Österreich ihr neues Zuhause.
Der größte Teil der in Lenzing und Umgebung zugezogenen Siebenbürger Sachsen stammte unter anderen aus den Siebenbürgischen
Ortschaften: Obereidisch, Niedereidisch, Felldorf und Rode sowie Bistriz, Weilau und Schönbirk.
Weitere „Volksdeutsche“ (eigentlich „Altösterreicher“) aus den osteuropäischen Staaten kamen in das Lenzinger Gebiet.

Im Bezirk Vöcklabruck lebten 1948 ca. 103.700 Oberösterreicher und ca. 14.000 Volksdeutsche. Es gab 56 Lager, davon 36 Großlager mit
u.a. dem Lager Pettighofen, Seewalchen und Schörfling-Kammer.
Die Lagergemeinde entwickelte sich zu einem eigenständigen Organismus. Dem staatlichen Lagerleiter stand der Kurator zur Seite,
die Kirchenväter, die Knecht- und Mägdeväter betreuten ihre Bereiche, die Lehrer kümmerten sich um den Schulunterricht, die Jugendarbeit
und die musikalische Erziehung. In der Lenzinger Zellwolle-Fabrik fanden viele Flüchtlinge Arbeit und konnten in Gemeinschaftshilfe
für ihre Familien Häuser bauen – die Lagerbaracken wurden in den späten 1950-er Jahren aufgelöst.

In den 1950-er Jahren übernahm Pfarrer Mathias Schuster im Lager Kammer die seelsorgliche Betreuung und hat maßgeblich an der
Gründung der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Lenzing-Kammer mitgewirkt. Nach zähem Ringen um den Standort des neuen
evangelischen Gotteshauses wurde es letztendlich in der Siedlung Rosenau errichtet und am 31. Oktober 1959 als Gnadenkirche eingeweiht.
Heute ist Lenzing-Kammer mit ca. 1.650 Evangelischen die zahlenmäßig größte Pfarrgemeinde im Bezirk Vöcklabruck.
Nach den Pfarrern Mathias Schuster und Mag. Volker Petri ist seit 2003 Mag. Roman Fraiss in der Pfarrgemeinde tätig.

Nachbarvater Franz Peter Seiler und Nachbarmutter Sonja Lehner berichteten über die Vereinsaktivitäten im abgelaufenen Jahr sowie über
geplante Projekte wie z.B. das „Museum in Lenzing“.

Nach der Abwicklung der diversen Tagesordnungspunkte wurde der Vorstand der Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau neu gewählt.


Erste Reihe: Dipl.-Ing. Franz Peter Seiler, Sonja Lehner,
Zweite Reihe: Dipl.-Päd. Lieselotte Pitter, Monika Klein, Christine Seiler, Dipl.-Päd. Waldtraud Kindl, Veronika Schuster, Alfred Schuster,
Dritte Reihe: Katharina Liedl, Wolfgang Lehner, Dr. Uwe Bressler, Ing. Gerhardt Seiler,
Nicht auf dem Foto: Ingrid Klein, Peter Schuster und Markus Kaltenbrunner.


Michael Gottschling
(am Foto oben - in der Mitte)
wurde nach mehr als 21 Jahren Vorstandsmitarbeit als
Nachbarvater-Stellvertreter für seine über 40-jährige Tätigkeit als Beirat
die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Ebenfalls wurde auch
Pfarrer i.R. Hofrat Mag. Volker Petri
(ohne Foto)
für seine über 40-jährige Tätigkeit als Beirat die
Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Weiters wurde folgende Ehrung von
Bundesobmann Kons. Manfred Schuller vorgenommen:
Nachbarmutter Sonja Lehner (am Foto oben)
wurde das Ehrenzeichen in Gold
des Bundesverbands überreicht.
Dies gebührt ihr für die intensiven Bemühungen um den
Erhalt der Siebenbürger Trachten
und Weitergabe von Brauchtum und
Tradition, u.a. die Fertigkeit, Kraut einzulegen
oder Siebenbürger Wurst herzustellen,
wie Nachbarvater Seiler in seiner Laudatio ausführte.

Mit den Liedern „Siebenbürgen, Land des Segens“ und „Hoamatland“ wurde die Generalversammlung traditionell beendet.



Mitarbeiteressen 11.01.2019

Zahlreiche Veranstaltungen der Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau beleben das kulturelle Leben in der Gemeinde.
Für die Ausrichtung eines Festes braucht es viele fleißige Hände – mit unserem „Mitarbeiteressen“ bedankt sich der Vorstand bei den Helfern
und Helferinnen und bringt damit seine Wertschätzung für die geleistete vielfältige Arbeit zum Ausdruck.


Text: Sonja Lehner, Fotos: Andreas Pitter

Nachbarvater Franz Peter Seiler und Nachbarmutter Sonja Lehner servierten deftiges Rindsgulasch gepaart mit einem Augenschmaus eines
bunten Bilderreigens, der die Akteure bei ihren Aktivitäten des vergangenen Jahres zeigte.

Das gemütliche Beisammensein ist eine perfekte Gelegenheit für die Jugend und neue Helfer und Helferinnen, uns „Siebis“ kennen zu lernen
und eventuell auch Freundschaften zu begründen.

Wir sind sehr stolz auf unseren Mitarbeiterstamm der einige Generationen umfasst und bedanken uns auf das Herzlichste
bei den Leuten für ihren Arbeitseinsatz!



Adventfenster 16.12.2018

Text und Foto: Sonja Lehner

Das heurige Adventfenster, das die Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau im Rahmen der
Adventfensteraktion des Siedlervereines Seewalchen am Attersee und Umgebung
im Foyer des Evangelischen Pfarrsaales Rosenau ausgerichtet hat, war wieder sehr gut
besucht. Gutes Essen, heißer Glühwein und nette Gespräche
sind das Zugpferd für ein gemütliches Beisammensein.

Aber nicht nur die Köstlichkeiten am Buffet locken die Besucher und Besucherinnen zu
dieser Veranstaltung, sondern der Grundgedanke, der dahinter steckt:
finanzielle Unterstützung bei Bedarfsfällen in unserer Region.
Es gibt auch bei uns Leute, die sich ihr geringes Einkommen sehr gut einteilen müssen –
da hilft der Heizkostenzuschuss „Ein Funken Wärme“. Dieses Geld wird aus den
Adventfenstern lukriert und wird über das Gemeindeamt an die betreffenden
Personen überreicht.
Schicksalsschläge werfen das gewohnte Leben aus der Bahn – der
Siedlerverein Seewalchen am Attersee und Umgebung hat einen Soforthilfe-Fonds
eingerichtet und hilft unbürokratisch mit einer Geldspende.
Ebenfalls werden soziale Einrichtungen wie das Rote Kreuz, die Hospizbewegung,
Kinderkrebshilfe, etc. mit Einnahmen aus der Adventfensteraktion bedacht.

Wir möchten uns bei den Gästen für Ihre Spenden bedanken!
Der Motorsportclub Seewalchen am Attersee hat auch heuer wieder einen größeren
Geldbetrag dazu gelegt.

Danke an alle, die auch wieder ihre Arbeitsleistung und Sachspenden
zur Verfügung gestellt haben und damit eine gelungene Veranstaltung ermöglichten.


Vereinsausflug der Siebenbürger Nachbarschaft Rosenau am 24.11.2018 zur
Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht“ nach Oberndorf bei Salzburg

Text Sonja Lehner, Fotos: Franz Peter Seiler und Andreas Pitter

Eine kurze Busreise führte uns über Salzburg nach Oberndorf bei Salzburg
zur heurigen Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht“.
Beim Busparkplatz wurden unsere Ausflügler von der Kuchenfee Kathi
mit Kuchen und Rosinenstrudel verköstigt,
der Buschauffeur servierte Kaffee
und die Schnapsflaschen machten eine Runde.

Frisch gestärkt spazierten wir zur „Stille Nacht Kapelle
und zum neu eingerichteten „Stille Nacht Museum“.

Die kleine, schlichte Kapelle ist ein Anziehungspunkt
von Gästen aus der ganzen Welt.

Joseph Mohr, der Schöpfer des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht
sowie Franz Xaver Gruber, der das Lied vertonte,
sind in den beiden Fenstern der Kapelle verewigt.

Es wurde den Besuchern ebenso ein Einblick
in die damalige Lebenssituation der Bewohner der Region,
im Besonderen der „Schöffleute“ vermittelt.
Dreimal in der Woche sind die Schiffer zu Fuß von Oberndorf bei Salzburg
in das 40 km entfernte Hallein marschiert und haben dort die
salzbeladenen Zillen und Plätten auf der Salzach
nach Oberndorf-Laufen geleitet.

Im neu gestalteten „Stille Nacht Museum“ erfuhren wir bei einer
kompetenten Führung Interessantes über das Leben und Wirken von
Joseph Mohr und den Siegeszug des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht
in die ganze Welt.

In Oberndorf-Laufen musste das Salz wegen eines
großen Felsens im Fluss auf kleinere Plätten umgeladen werden,
so entstand ein reger Warenhandel.

Schöffleute führten nicht ungefährliche Salztransporte durch.
Der Verdienst war gut und das Ansehen in der Gesellschaft hoch.
Wegen der fehlenden sozialen Absicherung mussten die Schiffer
zwischen Rupertitag und Wiederbeginn der Salzschifffahrt im Frühjahr
selbst für ihre Einkünfte sorgen.
Sie schnitzten tragbare Weihnachtskrippen, mit welchen sie
im Advent durchs Land zogen, gingen Sternsingen oder
verdingten sich als Schöffleut-Theaterspieler.

Ein Becher würziger Glühwein begleitet mit stimmiger Weisenbläser-Musik
beendete den offiziellen Ausflug und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit,
mit einem kurzen Fußmarsch den Ort Laufen in Bayern zu erkunden.

Einige blieben gleich in der „Stille Nacht Einkehr
bei einer kleinen Jause und einer gemütlichen Plauderei.

Die Heimfahrt wurde noch mit einigen Witzen im Bus garniert
und so fand ein schöner Ausflug einen lustigen Abschluss.